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"Die Feuerzunda"

von Nils Hollendieck, nach einer Romanvorlage von George Sand. Ein Projekt von Marita Ragonese mit dem integrativen Jugendclub des Theater Bonn.

Fünf Schülerinnen und Schüler der Christophorusschule Bonn gehörten mit zum Ensemble. Am 27.Oktober 2006 war, nach cirka einem Jahr Vorbereitung und vieler Proben, Premiere und auch an den folgenden zwei Tagen wurde vor vollem Haus gespielt. Hier sind die Eindrücke der jungen Schauspieler und ein Statement der Regisseurin.

das Ensemble des integrativen Jugendclub des Theater Bonn (v.li.n.re.):
Feloche (PatrickSchneider), Feuerzunda (LizaTzschirner), Sylvinet (MarvinMevius), Drogen-Jacques (PatrickNaumann), Marie-Christine (AnnnelieseFreytag), Landrey (Martin Aselmann), Margueritte (EvaMortier), Manon (SaraBahrani), Sansibar (VeyselSavas), Jeanne (SabrinaHalfen)

Das Stück thematisiert die Konflikte, die Jugendliche aus der Schwelle zum Erwachsen werden in aller Schärfe erleben. Die Konstellationen, in denen Jugendliche sich zurecht finden müssen, sind auch als heutige zu erkennen: Die Sozialisation durch die Gruppe, intime Freundschaft, die Rolle als Außenseiter und Sündenbock, Verrat, Träume und erste Liebe, die eigene Autonomie.

 

Meinungen des Ensembles:

Ich finde das Theaterprojekt gut, denn es ist eine Abwechslung im Alltag. Man lernt neue Freunde kennen. Nach einer gewissen Zeit kann man sich selbst auch besser einschätzen, weil man darauf hingewiesen wird, wie man sich gibt, sonst bekommt man das nicht so mit.

Marvin Mevius

Ich kam erst später zum integrativen Jugendclub. Bei der ersten Probe wollte ich zur Begrüßung jedem die Hand geben und mich vorstellen, doch als ich dem ersten die Hand reichte, merkte ich, dass einige mir gar nicht die Hand reichen konnten. Die Gruppe nahm mich sehr freundlich auf und schon nach der ersten Probe war ich kein Neuer mehr. Das Projekt DIE FEUERZUNDA war eine sehr schöne Erfahrung für mich und ich bin froh daran teilgenommen zu haben.

Martin Aselmann

 




Am Anfang war alles neu, aber nach anfänglichen Schwierigkeiten gefiel mir die Arbeit mit den anderen immer besser. Um so mehr freue ich mich jetzt, dass ich durchgehalten habe. Denn so kurz vor der Aufführung mit dabei zu sein ist etwas Besonderes.

Patrick Schneider CSB

Ich empfinde die Arbeit in dieser Theatergruppe als Bereicherung. Nicht nur dass ich ganz neue Erkenntnisse über die Schauspielerei bekam, sondern besonders die Arbeit mit Behinderten war eine spannende Erfahrung. Die Atmosphäre in der Gruppe war stets freundlich. Neue Freundschaften zu knüpfen war ein leichtes.

Sabrina Halfen

 

Mir hat das Theaterspielen sehr viel Spaß gemacht und war für mich eine einmalige Erfahrung. Alle waren sehr nett und ich hoffe, dass es nach dieser Aufführung noch weitergehen wird.

Eva Mortier CSB

Für mich war der integrative Jugendclub nicht nur ein Theaterprojekt, das wahnsinnig Spaß gemacht hat, sondern auch eine wertvolle Erfahrung. Denn dadurch lernte ich zum ersten Mal den Umgang mit anderen Menschen - anders aufgrund einer Behinderung.

Am Anfang war ich zwar noch skeptisch, ob das wirklich klappen würde, doch diese Skepsis erwies sich bald als falsch und ich bin froh, das getan zu haben, was ich wirklich gerne tue: nämlich Theater spielen und das halt mal auf eine andere Art. Ich bin einfach so dankbar, dass ich diese Erfahrung machen durfte.

Sara Bahrani

Ich finde das Theaterprojekt sehr schön, ich habe vieles gelernt. Meine Rolle als Sansibar finde ich auch sehr gut. Ich habe neue Freunde kennen gelernt.

Veysel Savas CSB

Die Theatergruppe hat mir sehr gut gefallen und ich fand den Zusammenhalt in der Gruppe sehr schön. Die Vorbereitung war für uns alle sehr wichtig, um auch sehen zu können, auf wie viele Details man in einem Stück achten muss.

Auf die Vorstellungen freue ich mich sehr und glaube, dass es ein tolles Stück wird.

Patrick Naumann CSB



Als ich in der Christophorusschule von dem Theaterprojekt hörte, war ich Feuer und Flamme und wollte unbedingt mitmachen. Endlich kann ich meinen Traum, Theater zu spielen, verwirklichen. Dort kann ich in eine andere Welt eintauchen. Ich habe dabei immer sehr viel Spaß und das Theater gibt mir auch Mut und Kraft. Marita Ragonese leitet die Gruppe sehr ernst und doch liebevoll und mit einer witzigen Art. Das Verhältnis zu den anderen Jugendlichen ist wie eine Freundschaft. Ich hoffe, dass das Theaterprojekt auch nach der Aufführung weitergeht. Wunderbar ist, dass Behinderte und Nichtbehinderte zusammenarbeiten. Der Montag ist seither mein Lieblingstag.

Anneliese Freytag CSB

Die Arbeit mit dieser Gruppe Jugendlicher, die sich zum Teil nicht kannten, hat rundum Freude gemacht. Neugier, Aufmerksamkeit und Respekt im Umgang miteinander waren die beste Voraussetzung um gemeinsam dieses Theaterstück zu realisieren. Die Gruppe ist im Laufe des Jahres so zusammengewachsen, dass jeder Freude am Erfolg des anderen hatte, denn es ging den Jugendlichen nicht um persönliche Eitelkeiten, sondern um das Projekt, zu dem jeder einzelne das bestmögliche beigetragen hat. Nur so ist ein kreativer Prozess in einer Gruppe möglich und dementsprechend erfolgreich war das Ergebnis.

Für mich und die anderen Beteiligten vom THEATER BONN war dieses Projekt etwas Besonderes.

Marita Ragonese (Regisseurin)

 

Aufgrund der großen Zustimmung und der Begeisterung wird die Feuerzunda aller Voraussicht noch einmal ins laufende Programm aufgenommen. Spielort Halle Beuel.

 


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