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Besuch eines Schülers auf der LitKidCologne 2006

Patrick Naumann, Schüler der Christophorusschule Bonn besuchte die LitKidCologne 2006. Dort war die Lesung, wo der 21-jährige Student Aamon Baart, aus seinem Buch "Breit, mein Leben als Kiffer" vorgelesen hat. Hier sein Bericht.

Meine Erlebnisse auf der Lit-Cologne

Ich war mit meinem Schulbegleiter Florian am 14.03.06 in Köln auf der LitKid Cologne. Das ist eine Literaturwoche, wo Bücher für Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene, vorgestellt werden. In ganz Köln werden an verschiedenen Orten Auszüge aus Büchern vorgelesen. Teilweise von den Schriftstellern persönlich aber auch von anderen, oft prominenten Leuten. Der Veranstalter der Lit Cologne ist auch dafür verantwortlich, sich vorher schlau zu machen, welche Bücher vorgelesen werden und dafür bestimmte Orte aus zusuchen.

Dort war die Lesung, wo der 21-jährige Student Aamon Baart, aus seinem Buch "Breit, mein Leben als Kiffer" vorgelesen hat. Er hat in dem Buch seine eigene Geschichte aufgeschrieben. Darin erzählt er von seinen letzten Jahren, wo er angefangen hat zu kiffen, das heißt Tabak mit Haschisch in eine Zigarette anzudrehen und dann zu rauchen. Er hat angefangen, Auszüge zu lesen, wo er erstmals beschrieb, wie es dazu kam. Auf einer Busreise mit Kumpels bot ihm der eine Kumpel an, mal eine mitzurauchen, das wäre doch cool. So kam Amon ans regelmäßige kiffen, später dann auch heimlich zu Hause in seinem Zimmer rauchte er eine nach der anderen , ohne dass es seine Mutter bemerkte. 13 Jahre alt war er, als er damit angefangen hat. Mit 18 Jahren kam er dann in eine geschlossene Psychiatrie, weil sein kiffen so extrem ausartete, dass er ohne Stoff nirgendwo mehr hingehen und an nichts anderes mehr denken konnte außer ans kiffen. Das wurde am Ende so schlimm, dass er an Verfolgungswahn litt. In der Psychiatrie lernte er aber wiederum jemanden kennen, mit dem er dann zusammen Haschisch rauchte. Irgendwann ist er dann wieder aus der Psychiatrie gekommen und hat auch irgendwann mit dem Rauschgift aufgehört. Mit seinem Buch will er versuchen, Jugendliche vom kiffen abzuhalten. Die Lesung war sehr interessant und spannend und außer uns waren noch ganz viele Schulklassen in der Lesung. Es hat ungefähr 1 ½ Stunden mit Nachgespräch gedauert. Man konnte nach der Lesung auch noch Fragen an ihn stellen, was auch viele gemacht haben.

Einige Tage davor war ich mit meinem Vater bei einer anderen Lesung. Das Buch, aus dem vorgelesen wurde hieß: Der verlorene Blick von Jana Frey und handelt von einem blinden Mädchen, dessen Geschichte aber Wirklichkeit ist. Sie ist mit ungefähr 14 Jahren bei einem Autounfall erblindet. Dieses Buch wurde in Köln in dem Lokal "Unsichtbar" von einer ebenfalls erblindeten jungen Frau vorgelesen. Dieses Buch wurde extra in Blindenschrift gedruckt, damit die Vorleserin es auch vorlesen konnte. Diese Blindenschrift nennt sich "Breischrift". Wir wurden am Eingang abgeholt und hinein geführt, weil man sonst irgendwo gegen gelaufen wäre, denn es war dort drinnen stockdunkel. Während der gesamten Lesung konnten wir uns auch nicht an die Dunkelheit gewöhnen, so dass wir auch wieder hinaus geführt werden mussten. Es wareine sehr beeindruckende Lesung.

Patrick Naumann LO 6

Patrick Naumann


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